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Faszientraining

Im Konzept meines "workout intesive"- Kurses habe ich das Faszientraining zu einem fixen Bestandteil integriert - sowohl ganz zu Beginn der Einheit mit den Faszienbällen, dann beim Aufwärmen durch Schwung- und Wippbewegungen, als auch als Abschluss des Trainings zur Regeneration und Muskelkatervorbeugung (oder -verminderung) mittels myofascial release mit den Faszienrollen.

Was sind Faszien?

Faszien sind mitentscheidend für unser Wohlempfinden

Faszien sind zähe, aus Bindegewebe bestehende Häute, die alle Bestandteile des Körpers wie Knochen, Organe, Muskeln, ja sogar einzelne Muskelfasern umschliessen und mit einander verbinden.

Die Faszien stellen eine Art straffes dreidimensionales Netz dar, das unseren Körper durchzieht, zusammenhält, formt und damit seine Grundstruktur bestimmt.

Die Faszien übernehmen einen Teil der Spannung die für aufrechtes Stehen und Gehen nötig ist. Sie entlasten dadurch die Muskulatur.

Belastungen im Alltag, Fehlhaltung, zu wenig Bewegung oder auch Unfällen/Operationen können diese Stütze beeinträchtigen und das Netz der Faszien dauerhaft verformen.

Die Faszienschichten verkleben oder verdicken, die Beweglichkeit nimmt ab, im Alter verhärten die Faszien.

Damit kommt es zu strukturellen Problemen des Körpers und es entstehenFehlhaltungen.

Mit einem entsprechenden Faszientraining können verklebte Faszien gelöst werden und das Umfeld wie Organe und Muskeln wird aktiviert.

Aufgaben der Faszien

Faszien haben ausser ihren strukturellen Funktionen noch weitere wichtige Aufgaben und Eigenschaften:

  • das Fasziennetz ist mit unzähligen Nervenendugungen, Bewegungs- und Schmerzrezeptoren durchsetzt
  • fasziales Bindegewebe ist daher auch ein zentrales Sinnesorgan für die Körperwahrnehmung
  • Faszien ziehen sich unter Stress zusammen und können so Verspannungen auslösen bzw. verschlimmern
  • sie übernehmen Stützarbeit für Muskeln, die nur statisch beansprucht werden, z.B. durch langes Sitzen, indem sie sich versteifen und verfilzen - sie verlieren also ihre Elastizität, wenn sie nicht trainiert werden
  • Faszien sind für die Kraftübertragung von Muskel zu Muskel zuständig
  • sie können sich selbstständig zusammenziehen, Energie speichern und z.B. in Form von Sprungkraft wieder freigeben
  • Beweglichkeit und Kraft des Körpers hängen unmittelbar mit der Elastizität und Gleitfähigkeit des Bindegewebes zusammen

Lassen wir den Faszien die Aufmerksamkeit und die Fürsorge zukommen die sie verdienen!

Wie können wir Faszien trainieren:

Myofascial release

Die Selbstmassage mit Faszien Rollen wird auch Myofascial release genannt. Diese

  • macht verklebte Faszien und verspannte Muskeln weich und beweglich
  • sorgt für mehr Elastizität und Leistungsvermögen der Muskulatur
  • steigert Dehnfähigkeit, Durchblutung und Stoffwechsel

Der Grundgedanke einer Behandlung mit der Faszienrolle ist die aktiven Regeneration.

Durch Druck und langsame Bewegung lösen sich nicht nur Muskelverspannungen sondern eben auch Verklebungen und Verhärtungen im Bindegewebe. Durch den Druck und die Bewegung wird die Durchblutung gesteigert, Muskeln und Bindegewebe werden elastischer und widerstandsfähig gegen Belastungen.

Die Selbstmassage mit Faszien Rollen steigert die muskuläre und fasziale Regenerationsfähigkeit. Daher sind Faszienrollen und -bälle auch ein geeignetes Gerät für die Aufwärmung vor dem Sport. Nach der sportlichen Aktivität dienen sie der Muskel und Faszien Entspannung, fördern die Abfuhr von Abbauprodukten und können somit einen möglichen Muskelkater verhindern oder zumindest reduzieren. Im Alltag ist der positive Effekt der Massage mit Faszien Rollen schnell bemerkbar.

Eine andere Form des Faszientrainings ist der Rebound Elasticity (Katapult-Effekt)

Das Prinzip der Rebound Elasticity basiert auf dem Katapult-Effekt der Faszien.

Faszien sind in der Lage, Energie zu speichern und dann freizugeben.

Bei bestimmten Bewegungen, werden die Faszien vorgespannt, zum Beispiel beim Aufsetzen des Fußes im Gehen. Sobald sich diese Spannung entlädt, zum Beispiel wenn der Fuß wieder angehoben wird, wird eine größere Kraft freigesetzt als durch Muskelkraft aufzubringen wäre – genau wie ein Gummiband, das auseinander gezogen und dann wieder losgelassen wird.

Im Faszientraining wird der Katapult-Effekt durch wippendes Bewegungen, federnde Sprünge, Liegestütze an der Wand oder andere schwungvolle Bewegungen trainiert.

(Quelle: http://www.faszien-rolle.ch/)

Ich wünsche allen viel Spass beim gemeinsamen trainieren mit mir :-)